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In einer perfekten Welt…

Dienstag, März 16th, 2010

In a perfect world…

… hätte ich am Sonntag die Jacke fertig bekommen, hätte gestern das Futter zugeschnitten und es heute genäht, damit ich morgen das Kleid zuschneiden könnte und es bis Donnerstag so weit genäht hätte, daß Frau mhs mit ihrem Rockabrunder die Länge festlegen könnte.

… I’d finished the outer jacket on Sunday, had cut the lining yesterday and had sewn it today. So I could cut the dress tomorrow and sew the basic shape of it until Thursday so Frau mhs could come with her magic machine and helping me to determine the length of the dress.

JackeIn einer weniger perfekten Welt habe ich die Jacke gestern fertig genäht, habe heute das Futter zugeschnitten und genäht, so daß ich eine Chance habe, morgen das Kleid zuzuschneiden und es bis Donnerstag so weit genäht zu bekommen, daß der Rockabrunder tatsächlich zum Einsatz kommen kann. (Frau mhs, bitte den “Pftpft” mitbringen. ;) )

In a less perfect world I finished the jacket yesterday and cut and sew the lining today so I can cut the dress and still have a chance to have the basic construction done until thursday.

Futter und Jacke sind jetzt so weit, daß nur noch Handarbeit übrig ist. Säume und Belege festnähen und das Futter einnähen. Da ich das Wochenende mit meiner Mutter verbringen werde, hoffe ich auf genug Zeit zum Handnähen bei gemütlichen Gesprächen auf dem Sofa.

Construction of jacket and lining are finished, there are only handstitches to do. Stitching the hems and the facing and attaching the lining is what is left to do. I’m spending the weekend with my mother and I hope I’ll be able to do the handsewing while we sit around and chat.

Muster passend nähen

Sonntag, März 14th, 2010

Matching the embroidery

Gestern habe ich immer noch viel “Kleingestichel gemacht, also Sachen die viel Arbeit machen, aber ein wenig sichtbares Resultat ergeben. Wobei das mit dem “wenig sichtbar” hier durchaus Absicht ist. Denn die Stickerei soll an der hinteren Mittelnaht ja möglichst ohne Versatz ineinander übergehen. Und wie man das macht, zeige ich heute.

Yesterday I did more “little stitchy steps”, things that are time consuming, but don’t give a lot of visible results. On the other hand “not visible” is sometimes what is intended, like on the back middle seam where I want the embroidery to match. Hot that can be done I’m going to show today.

AufsteckenDer Trick dabei ist, daß man von der rechten Stoffseite her heftet. Man nennt die Technik auch “hohl heften”.

Dazu wird an einem Teil die Nahtzugabe weggefaltet. (Ich habe mit der Maschine eine Heftnaht entlang der Nahtzugabe gemacht um mir die Nahtlinie zu markieren.) Und dann wird das Teil mit der gefalteten Nahtzugabe auf das andere Teil gelegt und die Musterstellen werden passend festgesteckt.

The clue is to baste from the right side.

You fold the seam allowance of one of your fabric pieces to the left side and then you lay it on the other piece, matching the fold to the seamline of the other cut piece. You match the pattern (in my case the flower of the embroidery, but this works equally to match stripes or check or whatever.)

HeftenDann wird geheftet. Weil ich einen feinen Stoff habe benutze ich Nähgarn und eine sehr feine Nadel.

Ich steche abwechselnd genau auf der Nahtlinie des unteren Teils ein…

Then it’s already time for basting. Since I have a fine fabric I am using sewing thread and a very fine needle.

I make one stitch exactely on the seamline….

Heften… und dann einen Stich genau in den Bruch des gefalteten Teils.

… and another stitch exactely in the fold of the other piece.

Und dann wieder in die Nahtlinie, und wieder in den Bruch… und so weiter.

(Wenn man farblich passenden Nähfaden nimmt und ganz kleine Stiche macht, dann kann man im übrigen auch so nähen. Das hilft auch, wenn man mal wieder nach dem Rückschneiden der Nahtzugabe auffällt, daß man die Ärmel falsch eingenäht hat…)

And so you go on, one stitch on the seamline, one stitch in the fold…

(If you take matching thread and then make tiny stitches you can also sew instead of baste. That is very usefull when you find out that you did sew the sleeves on the wrong side after you cut back the seam allowance…)

Heftnaht von linksSo sieht die Heftnaht dann von der linken Seite aus.

Da ich nur an wenigen Stellen die Stickerei auf der Nahtlinie habe, habe ich auch nur diese Stellen geheftet. Der Rest wurde nur gesteckt.

That’s what the basting looks from the wrong side of the fabric.

Since there are only few motives that cross the seamline I only basted those parts of the seam. For the rest pinbasting had to do.

NahtAnschließend wird genau auf der Heftnaht genäht.

Den Heftfaden hinterher wieder herauszuziehen macht nicht wirklich viel Spaß, aber das ist unvermeidlich…

Sewing has to happen exactly on the basting stitches.

Getting out the basting thread is no fun, but that cannot be helped.

Dann bügeln, non links, von rechts…

Then pressing, wrong side, right side…

fertig genähtJa und es hat fast geklappt…

*hüstel*

And it worked out… nearly….

Ich habe die Technik zwar schon ein paar Mal angewandt, aber nocht nie auf Stickerei. Das muß ich wohl noch mal üben, dadurch daß der Stickereistoff etwas steif ist, war es schwierig zu heften.

Aber dadurch daß die Stickerei an dieser Stelle Ton in Ton ist, sieht man es aus der Entfernung nicht mehr. Denn wie ich schon sagte… richtiges Auflegen ist die halbe Miete… :-)

It’s not the first time I used this technique, but never on embroidered fabric. Some more practice will be good… The embroidery is a bit stiff so basting wasn’t that easy.

But since the embroidery has the same color as the fabric this little mistake is only visible from very close. As I said, placement while cutting is important. :-)

Was keiner mehr sehen wird

Freitag, März 12th, 2010

What will not been later

EinlageViel Zeit war die letzten Tage nicht, aber ich habe immerhin die Einlage aufgebracht.

Vogue sieht in der Anleitung ja gar keine Einlage vor, aber der Kragen steht ohne Hilfe sicher nicht. Und die Knöpfe kann man auch besser annähen, wenn alles etwas stabiler ist.

Deswegen habe ich den Kragen und die vordere Kante mit Seidenorganza verstärkt, der einfach aufgeheftet ist. Später wird er in den Nähten mitgefasst, bei der kurzen Jacke sollte das reichen.

Jedenfalls gibt es so heute mal einen Blick auf die linke Stoffseite.

There was not much sewing time the last days, but I managed at least to do the interfacing.

The Vogue instruction do not show any interfacing, but the collar cannot stand as on the pic of the envelope without that. And for the sew on snaps it will also be better if there is a bit more stability.

So I stabilized the collar and the front with silk organza that I just basted within the seamline. When closing the seams the organza will be attached also. Since the jacket is rather shirt this should be enough.

So you get to see the wrong side of the fabric today.

Motivation, schon wieder unter Druck

Freitag, Mai 9th, 2008

Ich scheine das zu brauchen… *g* Oder so…

Stoff und SchnittEigentlich ist dieser Motivationsmonat wirklich wie für mich gemacht, Neckholder war ein Thema das ich vorgeschlagen hatte, denn der Schnitt von Simplicity (4277) liegt schon seit etwa zwei Jahren bei mir herum und der Stoff, eine traumhafte italienische Seide von Scherzkeks-Stoffe in Aachen, nicht viel kürzer.

Pressure seems to be what I need…

The “motivation of the month” is just made for me… A neckholder top was actually one of my suggestions and I am very happy it was chosen. The pattern from Simplicity (4277) I own for about two years, the beautifull silk fabric from Scherzkeks Stoffe in Aachen I’ve purchesed not much later than the pattern. So not too early to sew it up…

Und natürlich gibt es auch wieder einen Termin, ich will das Top zu meinem 20jährigen Klassentreffen tragen. Das ist am 30. Mai, also gut schaffbar. Im Prinzip.

Jedoch will ich für das Top auch probieren, gleich einen BH einzubauen. In Threads war da mal eine Anleitung. Da brauche ich allerdings Hilfe. Und Frau mhs hatte diese Woche keine Zeit. Und dann ist sie irgendwann im Urlaub…. ohne den “Unterbau” kann ich aber auch den Schnitt nicht anpassen…

Andererseits sollte das Nähen an sich nicht so lange dauern.

Allerdings… was trage ich zu einem türkis-weißen Neckholder Top? Eine weiße Hose wäre doch perfekt, oder? Habe ich aber nicht. Und auch sonst keine, die dazu passen würde. *hüstel* Dafür habe ich mir das weiße Leinen in Paris gekauft, da kann ich meinen Jeans-Schnitt vom März gleich noch mal verwenden. Heißt allerdings: zwei Teile diesen Monat.

Und wenn ich jetzt darüber nachdenke… Wo ich hinfahre ist nicht die wärmste Gegend Deutschlands. Ende Mai im Neckholder könnte etwas kühl sein. Ein kleines Jäckchen oder ein Shrug wäre eine gute Idee. Habe ich natürlich auch nicht. Reichen würde das Leinen wohl, denn der Stoff ging trotz 60°C Wäsche kaum ein. Und ich habe drei Meter gekauft.

Drei Teile für einen Monat. Und der ist schon fast zu einem Drittel vorbei. Sollte ich das schaffen, wäre das mein persönlicher Rekord…

Of course I have a due date again… May, 30th is my 20th “end of school” anniversary. End of the month sounds quite doable, doesn’t it?

Only… what to wear with it? White pants would be nice… only I don’t have any. So I’ve bought the white linen in Paris and I’m intending to reuse my jeans pattern from March. So two pieces in one month. Quite a lot for me…

And if I come to think about it… the part of Germany where I’m going to is not the warmest one. So something to cover my shoulders would be a good idea, a tiny jacket or a shrug or something. Fabric shouldn’t be the problem, I’ve purchased 3m of the linen and it hardly did shrink even though I’ve washed it hot.

Three pieces in one month. And a month that is nearly a third ober. Should I make that… it would be my record…..

SeidenstoffNachdem ich also im Moment nichts tun kann, noch mal einen ganz genauen Blick auf den Stoff. Ist er nicht genial? Er ist nicht nur bedruckt, nein, die Basis ist ein eingewobenes Paisley-Muster.

Hineinschneiden wird hart…

Since I cannot start (I want to make the top with a build-in bra, as described in an older threads article and to make that I need helping hands. Only Frau mhs didn’t have time this week and then she’ll probably be on holiday…) a closer look an the fabric.It’s the most beautiful silk I’ve ever owned. It’s not only a print, no the basic fabric is a woven paisley pattern.

Cutting into this fabric will be hard…

Trotzdem war ich nicht ganz untätig.

Ich habe ein Probeteil zugeschnitten und genäht. Dabei auch den ersten Fehler entdeckt. Für die Zutatenliste habe ich die französische gewählt, denn die ist metrisch. Was dort nicht steht ist, daß man ein Futter braucht. Stattdessen steht dort “dentelle”, was Spitze bedeutet. Nicht daß ich nicht ohnehin Futter eingearbeitet hätte…. aber in der Liste steht es nicht. (Die englische Seite ist aber korrekt, da heißt es “lining”.)

Auch den “Einbau-BH” habe ich vorbereitet. Da ich keine fertigen BH-Schalen verwenden kann wie in der Anleitung, habe ich mir aus festem Powernet Körbchen genäht.

Und auch das Leinen für die Hose ist schon zugeschnitten. Mal sehen, was sich über das Wochenende tut…

Still I was not doing nothing.

I’ve cut and sewn a musslin for the top. I also detected the first mistake… for the list of fabrics and notions I’ve used the french side of the list, because this already is metric. What is not in the list is the lining. Instead of it mentiones lace (”dentelle” in French). I hadn’t payd attention to that, because I did not intend to use lacy decoration…. but it means the lining. (The english side is correct.) And of course I would have made a lining anyhow. But it’s not in the list…)

I also prepared my “build-in-bra”. The instructions in Threads uses purchased cups, I’ve sewn my own of a firm powernet. (My size doesn’t exist in ready made cups…)

And I’ve cut the linen for the pants. So let’s see what will happen over the weekend…

Sari inside (Teil 1)

Sonntag, November 25th, 2007

Frau mhs hat es schon angedeutet… natürlich habe ich aus Indien auch ein paar (Meter) Souvenirs mitgebracht. Daß da auch Stoff.. äh.. Saris dabei waren… nicht überraschend….

Ein Sari ist ein langes Stück Stoff, das irgendwie gewickelt wird, so dachte ich bislang. Wie genau? Und wie hält das? Geheimnis der Inderinnen… Und deswegen habe ich mich von meiner Freundin Sarbari zumindest theoretisch in die Welt des Saris einführen lassen und dabei auch noch das eine oder andere interessante Detail herausgefunden.

Im SarigeschäftFrau mhs mentioned my “goodie bag”… well, of course I brought some things back from India and that some cloth, aka sarees were amongst them shouldn’t surprise anybody.

To a saree I would have referred as a long piece of cloth that somehow gets wrapped around the body. How exactely and how that stays? Indian secret… So I talked that over with my fried Sarbari and found out some details that were news to me.

Saris, so die erste Erkenntnis, gibt es in verschiedenen Längen. Die heute gebräuchlichen Modelle sind sechs Yard (also etwa 5,5 Meter) lang und man trägt sie über einem Unterrock und einer Bluse.

Früher hingegen, Sarbari meinte bis zur Generation ihrer Großmutter, waren auch neun Yard (gut acht Meter) lange Saris verbreitet. Diese wurden ohne Unterkleidung getragen, wie eine Hose zwischen den Beinen durchgewickelt, und hüllten den gesamten Körper so ein, daß Unterkleidung nicht erforderlich war.

First thing I learned was, that sarees exist in different length. Nowadays they are usualle six ard long and get worn over a petticoat and a blouse.

Before, Sarbari thought until about the generation of her grandmother, also nine yard long saris were used. Those required no undergarments and were wrapped trowserlike between the legs and around the body in a way, it would be covered competely.

SariDas erste Bild zeigt mich übrigens in einem besonderen Geschäft in Fort Cochin, in der “Spice Market” genannten Straße (dem touristischen Zentrum), wo man alte, gebrauchte Seidensaris zu Kameez, Kurtas, Kissen oder auch diversen Taschen verarbeitete.

Aber eben auch direkt verkaufte. Dem ersten Sari habe ich zum einen wegen der schönen Farbkombination mitgenommen. Der helle Teil ist allerdings stark verfleckt, hat auch Löcher. Ich werde ihn vorsichtig von Hand in der Badewanne waschen und sehen, was verwendbar wird. Ansonsten bleibt die rot-goldene Randbordüre.

The first picture shows me in a very interesting shop in Fort Cochin. The street is called “Spice Market” and is nowadays a highly touristic place. With some interesting spots anyhow… Like this shop, where they use old, worn silk sarees and transform them in other things like kameez, kurtas, small pouches, cushions…

But they also sell the old sarees. The first one I picked for his colour combination. The creme silk is very stained, has even some holes. I’ll try to give it a very gentle wash in the bathtub and see, what comes out. The beautiful red and gold border will be usable anyhow.

Was ich dann auch über Saris gelernt habe ist, daß man keineswegs einen Sari kaufen und direkt anziehen kann. Nein, er bekommt eine Art Saum, den “Fall”.

Dazu wird die Saumbordüre mit einem etwa zehn Zentimeter breiten, farbliche passenden Streifen Baumwollstoff verstürzt. Der Stoffstreifen ist fein, aber eher steif, so daß der Saum Gewicht bekommt, schöner fällt und insbesondere in dem Teil, der in vorne in Falten gelegt wird.

Dieser Besatz geht also nicht rundum, sondern ist vor allem da, wo später beim fertig gewickelten Sari vorne ist. Der Teil des Saris, der dann über die Schulter gelegt wird bleibt ebenfalls ohne Verstärkung, der soll ja weich fallen.

Das bedeutet aber auch, daß die Position des “Fall” der Körpergröße und den Gewohnheiten der Trägerin angepaßt werden muß.

So kompliziert hatte ich mir das ehrlich gesagt nicht vorgestellt…

Next thing I learned about sarees is, that you cannot just buy one an the wear it. No, it needs a “fall” first.

The “fall” is a stripe of cotton fabric, fine, but also stiff, about 4 inch large. This fabric gets sewn inside the borderprint and forms a kind of a hem to the lower part of the saree. Especially at the lower front, where the pleats would be.

karierter SariSo the falls doesn’t go along the whole border, but only a part of it. And of course it has to stop before the sari gets wrappd higher and thrown over the shoulder.

And that means, before you can sew the “fall” you have to consider the size and wearing habits of the woman who will actually wear the saree.

That’s way more complicated than I had expected, I have to admit…

An dem nächsten Sari hat mich (neben der Farbe) das Muster angezogen.

Ein Karo, wie ich es eigentlich mit ländlicher Alpenidylle oder einem französischen Bistro assoziieren würde, aber aus feiner Seide gewebt. Und diese kleinen eingewebten Blümchen (auf der Ausschnittvergrößerung gut zu erkennen),… ich konnte nicht widerstehen. Irgendetwas sagte mir, daß das ein Quilt oder so werden könnte. Irgendwas in Richtung Deko. (Ich mach kein Deko, sagte ich das schon…?)

Auch hier ist der Zustand des Saris deutlich gebraucht. Die rote Farbe hat stellenweise auf die helleren Karos ausgeblutet, was den hell-dunkel-Kontrast des Musters abschwächt und die Farbgebung im ganzen sanfter macht. Gerade deswegen denke ich, bietet es sich an, den Stoff in kleinere Teile zu zerschneiden und mit den Unterschieden zu spielen.

Auch den werde ich vorsichtig von Hand waschen, ich glaube, ich habe auch noch ein spezielles Seidenwaschmittel, was helfen soll, die Farbe zu fixieren. Denn weiter ausbluten soll er ja nicht.

For the next saree it was (besides the colour) the checks, that struck my eyes.

A red-white checkered saree (also a rare pattern for a sari, I think), a patternd I would rather associate either with some bavarian/austrian Alps-country-idyllic chamber or maybe with a traditional french Bistro… but this is fine silk. Also those small golden flowers… I had to take ist. I don’t do homedec, but this could become an interesting quilt or something…?

Also here the saree is used and that shows. The dark red isn’t well fixed, so there are big stains of red on the white checks, but this makes the overall impression of the cloth somewhat softer and I think it might be a lot of fun, to cut it up and play around recombining smaller pieces of that fabric to create a different effect.

This one also I’m going to wash in the bathtub. Somewhere deep in a drawer I should have a special silk-shampoo, that is equally helpfull to stop the colour from further bleeding. I never tried it, but this could be the moment.

Eine weitere spannende “Sarifrage” ist ja immer: Wie wickelt man das Ding überhaupt?

Da ich es selber nicht probiert habe (irgendwie war dafür nie Zeit… und einen Unterrock in meiner Größe hatte sie auch nicht), habe ich im Internet mal nach Anleitungen gegoogelt, woran es auch keinen Mangel hat:

www.tourismofindia.com/TOI-German/exi/howtowearsari.htm

Letztlich ist die wichtigste Regel aber: es gibt keine. ;-)

FestsariDas Grundprinzip ist klar: Der Sari wird um den Bauch gewickelt, dann vorne in Falten gelegt, dann noch mal halb rum gewickelt und der Rest über die (meist linke) Schulter gelegt, wo er als Pallu dekorativ auf den Rücken fällt. Die Mutter meiner Freundin benötigt keinerlei Befestigungen, aber ich habe beobachtet, daß viele Inderinnen den Pallu mit einer Sicherheitsnadel oder dekorativen Brosche auf der Schulter feststecken.

Das war es dann aber auch schon mit den Gemeinsamkeiten… ich habe mir natürlich genau angeguckt, wie so die Saris im praktischen Leben auf der Straße gewickelt waren und habe dabei viele Variationen gesehen: Der Sari kann tief auf der Hüfte gewickelt werden, so daß hinterher viel nackter Bauch und Rücken zu sehen ist. Andere wickeln ihn höher, so daß am Ende gar keine nackte Haut zu sehen ist. Oder irgendwo dazwischen.

Der Pallu kann hinten herunter hängen, er kann aber auch unter dem anderen Arm wieder nach vorne gezogen werden und dort in den Bund gesteckt. Entweder nur mit einem Zipfelchen, oder auch ganz. Andere stecken den Pallu vorne in den Bund, bevor sie ihn über die Schulter legen. Oder man wickelt ander und der Pallu wird von hinten nach vorne über die Schulter gelegt. Vorne kann er dann lose hängen oder auch in den Bund gesteckt. Und natürlich kann auch hinten ein Pallu in den Bund gesteckt werden, wenn der Trägerin das gefällt oder praktisch erscheint. Andere drapieren ihn über den Kopf oder legen ihn hinten in eine Falte und über die andere Schulter wieder zurück, so daß ein kleines Ende Pallu vorne hängt.

Dieser englische Wikipedia Artikel beschreibt einige Varianten, auch in Bezug auf die geographische Herkunft. Ich war ja vor allem in Südindien und habe dort bereits eine große Bandbreite an Varianten gesehen.

Der Sari auf dem letzten Bild ist ein Hochzeitssari. Auch wenn die typische Farbe für einen Hochzeitssari rot ist, gibt es auch andere Farben. Kennzeichnend ist, daß er aus schwerer Seide mit Metallfäden (Silber oder Gold) und einem prächtigen Muster gewebt ist.

Solche Saris bekommt die Braut in der Regel geschenkt, von den eigenen Eltern und auch den Schwiegereltern. (Oder wohl auch anderen Verwandten.) Natürlich trägt man ihn nicht nur zur eigenen Hochzeit, sondern kann ihn zu anderen festlichen Gelegenheiten weitertragen. Hochzeitssaris kosten leicht 250 EUR (umgerechnet) und mehr.

Wie sorgfältig dieser gearbeitet ist zeigt auch die Detailaufnahme, zwischen den Reihen mit den silbernen Punkten sind noch einmal winzige, kaum sichtbare blaue Punkt, als aufwendiges Detail.

Dieser Sari ist in einem ziemlich guten Zustand, hat einen großen Fleck und an einer Stelle der Saumbordüre ist der Saum durchgeschliffen. Das könnte mal ein Abendkleid werden… und mal sehen, was die Reinigung aus dem Fleck macht. Waschen werde ich diesen nicht selber.

Last picture is a wedding saree. Typically it would be red for the bride, but other colours exist, too, because they are not only worn at weddings but also for other festive occasions. (Like somebody elses wedding…) Typically they are heavily woven silk sarees with outstanding woven borders in gold or silver. A wedding saree is usually a gift to the bride, like from her parents, her inlaws and other relatives. And as they easily cost the equivalent of 250 EUR and more (practically no limit) it’s only good, that will be worn more than once.

The detailled shot shows, how much details are in the weave. Besides the silver spots there are tiny blue dots, hardly visible, but they add to the overall impresson of the fabric.

This saree is in a relatively good state, it has one dirty spot and the seam border is partially dammaged at the lower end, but it will not be a problem to cut an evening gown or something similar from it. When it comes to that it will go to the dry cleaner first, and we will see, what comes out. Here I’m not trying to wash ist on my own.

Seidenmal-Shopping in Paris: Shop Text Ponsard

Mittwoch, Oktober 17th, 2007

Dieser Laden war ein absoluter Zufallsfund.

Wir waren ein bißchen weiter in eine Richtung gelaufen als geplant und landeten auf dem Boulevard du Temple. Da war ich ja auch schon öfter. Aber diesmal klingelte in meinem Hirn was… der Laden sieht aus… ja, die haben Seidenmalzeug.

Und da ich zur Rettung meines verunglückten Färbeexperimentes ja noch dampffixierbare Seidenmalfarbe suchte (und in Köln immer nur drei Farbtöne gefunden hatte) war ich schneller drin als mein Herzblatt “aber” sagen konnte… *g*

Das Schaufenster war nicht groß dekoriert, aber den Laden hätte ich gerne schon gekannt, als ich noch Seidenmalerei gemacht habe… Farben in allen Typen (Bügel- oder Dampffixierbar, aber auch fürs Stoffe färben), von verschiedenen Marken, in jeweils ungefähr der kompletten Farbpalette. Dazu Seidentücher, Seidenmeterware aller Sorten (verschiedene Stärken, Webarten unterschiedliche Jacquardmuster), Konturmittel, Rahmen für Lampenschirme, verschiedene Stoffmalfarben,… kurz, einfach alles was man brauchen könnte.

Das Personal ist zudem noch freundlich und kompetent. Eine Kundin, die nach mir in den Laden kam, wurde sogar auf die Farben im Sonderangebot hingewiesen.

(Auch geeignet, wenn man mal Seide vernähen will, die Meterware liegt teilweise 140cm breit.)

Ich habe jetzt hier drei Rottöne dampffixierbarer Seidenmalfarbe von “Ateliers Créatifs” aus Lyon und kann mich bei Gelegenheit meiner Wolle wieder zuwenden.  Die 125ml kosten 5,30 EUR, allerdings habe ich nur zwei bezahlt. die Ladenbesitzerin drückte mir ihr Telefon in die Hand, und bat mich, bei einer deutschen Firma anzurufen, bei der sie etwas ordern wollte, die aber nicht mehr reagierte. Ich konnte ihr dann zwar leider nur sagen, daß es Uhlig nicht mehr gibt, und sie ihr Haftmittel (Bestellnummer 0151m glaube ich) leider nicht mehr bekommen wird, aber trotzdem wollte sie nur Geld für zwei.

Adresse:  7-9 Boulevard du Temple, 75003 Paris (Metro: Filles du Calvaire)

Und eine Webseite sowie Versand gibt es auch, hierfür sollte man allerdings französisch sprechen: http://www.shop-text.net/

Ein großer Tag im Leben….

Freitag, März 16th, 2007

… einer Näharbeit ist bei mir der “Hängtag”. :o)

Rosenjacke, halbfertig

Was nichts anderes heißt, als das die Schulternähte geschlossen sind und der Stapel Stoffstücke in der Ecke zu einem auch von nicht nähkundigen Augen erkennbaren Kleidungsstück verwandelt wurde.

Zu einem, wenn auch unfertigen, Kleidungsstück, daß man auf einen Bügel hängen kann.

Bei dem man nicht mehr fürchten muß, es durch Falten und Ablegen zu verknittern.

(Und das im Falle eines “jetzt räum endlich mal deine tausend Stofffetzen auf”-Anfalls anderer Familienmitglieder unauffällig im Kleiderschrank verschwinden kann.)

Und das auch das erste Mal anprobiert und nicht nur angehalten werden kann. :-)

Nun, die Rosenjacke hat tatsächlich diesen Zustand erreicht.

Leider sind die Schulternähte (mit denen ich sonst nie Probleme habe!) ausgerechnet hier mit ein paar Fältchen versehen. grmpf Nach dem dritten Auftrennen habe ich es gelassen, irgendwann ist die Nahtzugabe weg. Und wirklich gut tut Bügeln dem Stoff ja auch nicht. Dann ist es jetzt halt so.

(So viel zur Perfektion, Bärbel… ;-) )

Trotzdem… die Jacke hängt und ich muß nur noch die Seitennähte schließen, den Unterkragen annähen, Belege und Oberkragen annähen und verstürzen, die Jacke säumen, die Ärmel säumen, die Ärmel annähen, Ärmelstütze und Schulterpolster einnähen, Futter kaufen, zuschneiden, nähen und von Hand einstaffieren. So gut wie fertig also. :o)

Äh… Futter kaufen ist ein gutes Stichwort… da sollte ich mich jetzt wirklich mal drum kümmern… nachdem ich den Tortenboden fürs Wochenende gebacken habe…