Overlockfuß
Sonntag, November 12th, 2006
Dieser Fuß war bei meiner Bernina virtuosa 160 schon dabei: Der Overlockfuß.
Man benötigt ihn für die Overlockstiche, wie ich sie etwa bei Unterwäsche (Siehe auch Wie nähe ich einen Herrenslip? Teil 1 ) oder bei Shirts viel verwende.
Charakteristisch für diesen Fuß ist, das er rechts diese “Stange” hat. Die Overlockstiche werden einmel diesseits und dann genau jenseits dieser Stange eingestochen und so kann sich der Stoff nicht (oder nicht so stark) zusammenziehen, wie es oft vorkommt, wenn man eine Stoffkante mit normalem Zickzackstich versäubert. Denn der Nähfaden wird durch diese “Stange” ja blockiert, der Stich weit gehalten.
Wenn man Nadellage und Stichbreite richtig einstellt, kann man den Fuß auch mit normalem Zickzackstich verwenden.
Von Unten erkennt man diese Stange noch einmal sehr gut.
Außerdem ist der Nähfuß an einer Seite ganz flach, um den Stoff gut in Kontakt mit dem Transporteur zu bringen. Auf der anderen Seite etwas “ausgehöhlt”, vermutlich um den durch die Stiche etwas dickeren Stoff noch gut gleiten zu lassen.
Da der Overlockfuß nur auf einer Seite Kontakt mit dem Transporteur hat ist das Transportverhalten naturgemäß etwas weniger gut als bei den “normalen” Nähfüßen, man muß Stoffe also oft etwas exakter führen.
Schmale Säume an Hemden und Co sind ja was lästiges…. 6mm umbügeln, noch mal 6mm umbügeln, dabei die Finger nicht am Bügeleisen verbrennen… schön gerade bügeln und dann auch noch exakt nähen. puh
Dieser Nähfuß hat ein bißchen was antiquiertes. Denn lange bevor Nähmaschinen auch Zickzack nähen konnten, nähten sie über Jahrzehnte nur gerade Steppstiche.
Los geht es mit dem Biesenfuß. Das gezeigte Modell gehört zu einer Bernina virtuosa 160.
Das geht natürlich erst einmal mit jedem Nähfuß.